Technische Informationen
         
 

Einbauempfehlungen
für Gasfedern

 

Genau wie auch andere technische Systeme, die mit Kraftentfaltung zu tun haben, verlangt die Anwendung von easylift Gasfedern die Kenntnis und Beachtung einiger Daten und Fakten. Die wesentlichen Kriterien können Sie dieser Seite entnehmen. Natürlich gehen unsere Berater beim Gespräch über Ihren Anwendungsfall auf alle für Sie wichtigen technischen Belange ausführlich ein. Für unsere Stammkunden ist dies bereits Routine.

 

1.
Bansbach-Gasfedern können bei Umgebungstemperaturen von -30°C bis +80°C eingesetzt werden. Für andere Temperatur bereiche (bis -55°C oder bis +200°C) stehen spezielle Dichtungssätze zur Verfügung. Für Niedrig-Temperatur-Bereiche ist eine detaillierte Abstimmung der Anforderungen notwendig. Die Umgebungstemperatur hat Einfluss auf die Gasfeder-Charakteristik. Veränderungen der Ausschubkraft sowie der Dämpfungseigenschaften sind zu erwarten und sollten vorab unter Anwendungsbedingungen getestet werden. Gasfedern nicht überhitzen oder in offenes Feuer legen! Auch sonstige Umgebungs bedingungen können wesentlichen Einfluß auf die Lebensdauer haben. Bitte Schutzmaßnahmen in Betracht ziehen.

 

2.
Gasfedern sind mit reinem Stickstoff gefüllt. Stickstoff ist ein inertes Gas, brennt nicht, explodiert nicht und ist nicht giftig. Aber: Gasfedern haben einen sehr hohen Innendruck (bis ca. 300 bar). Gasfedern dürfen keinesfalls ohne Anleitung geöffnet werden!

 

3.
Entsorgung/Recycling: Gasfedern bestehen vorwiegend aus Metall und können der stofflichen Wiederverwertung zugeführt werden. Aber die Gasfedern müssen voher drucklos sein. Bitte fordern Sie unsere Entsorgungsvorschriften für Gasfedern an.

 

4.
Alle Gasfedern werden von Werkseite mit dem Warnhinweis „Nicht öffnen, hoher Druck“, der Teilenummer und dem Herstellungsdatum versehen / etikettiert. Werden diese Daten unleserlich (Entfernen des Etikettes, Überlackieren od. sonstige äußerliche Einflüsse) erlischt die Gewährleistung für daraus entstandene Schäden. Garantieleistungen sind nicht mehr möglich.

 

5.
Bansbach-Gasfedern dürfen im Allgemeinen als Endanschlag in beiden Richtungen benutzt werden. Dabei dürfen folgende Richtwerte nicht überschritten werden:

Im Grenzbereich bzw bei dauerhafter Beanspruchung bitten wir um Rücksprache mit Bansbach easylift.

 

Baureihe max. Kraft (N)
3/8 600
3/10 600
4/12 1.500
6/15 2.500
6/15 Niro 1.750
6/19 2.000
8/19 5.000
8/19 Niro 3.000
8/20 Alu 3.500
8/22 5.000
8/28 7.000
10/22 5.500
10/22 Niro 3.000
10/28 8.500
10/28 Niro 6.500
10/40 7.000
12/28 9.250
12/40 12.500
14/28 7.000
14/28 Niro 6.250
14/40 15.000
16/28 10.000
20/40 Niro 15.000
20/40 20.000

 

Dies gilt nicht für blockierbare Gasfedern in Einschubrichtung!
Achtung: Die Angaben beziehen sich auf den mittleren Druckbereich einer jeweiligen Gasfeder-Baureihe. Manche Anschlussteile, z.B. Winkelgelenke sind für diese Grenzbereiche nur bedingt geeignet.

 

6.
Gasfedern sollten grundsätzlich mit der Kolbenstange nach unten eingebaut werden. Diese Lage garantiert beste Dämpfungseigenschaften. Nur Bansbach-Gasfedern haben eine integrierte Fettkammer, die auch einen lageunabhänigigen Einbau zuläßt.

 

7.
Die Gasfedern dürfen bei ihrer Funktion keinen Verkantungen und Seitenkräften ausgesetzt sein (vorzeitiger Verschleiß, Abbiegen von Kolbenstangen). Gegebenenfalls Einbau der Gasfeder überprüfen und geeignete Anschlußstücke vorsehen.

 

8.
Sollten Gasfedern durch äußere Einwirkung (Unfall, Kollision, extreme Überlastung,...) sichtbar beschädigt sein (abgebrochene oder deformierte Anschlussteile, verbogene Kolbenstange, verbeulter Zylinder,...), muss vor dem Ausbau der Gasfeder oder sonstiger Handhabung der Druck abgelassen werden.
Beachten Sie bitte dazu unsere Entsorgungsvorschriften!

 

9.
Gasfedern sind wartungsfrei! Kolbenstange nicht fetten, ölen etc.

 

10.
Die Kolbenstange ist vor Schlageinwirkung, Kratzern und Verschmutzung - besonders Farbauftrag - zu schützen. Das Zylinderrohr darf nicht deformiert werden. Beschädigungen der Oberfläche zerstören das Dichtungssystem der Gasfeder.

 

11.
Bansbach-Gasfedern können in beliebiger Lage gelagert werden. Druckverlust der Gasfeder durch lange Lagerhaltung ist nicht zu erwarten. Es liegen keine negativen Erfahrungswerte vor. Aber es können Festklebeeffekte auftreten, die bei erstmaliger Betätigung der Gasfeder einen höheren Kraftaufwand erfordern (Losbrechkraft).

 

12.
Gewährleistungsansprüche verfallen prinzipiell spätestens 1 Jahr nach Fertigungsdatum der Gasfeder. Herstellungsfehler bzw. Qualitätsmängel an der Gasfeder sind sofort feststellbar. Falls Sie aus einem bestimmten Grund nicht mit der gelieferten Qualität der gasfeder zufrieden sind, bitten wir um unverzügliche Rücksendung. Begründung und Original-Rechnungskopie beifügen!

 

13.
Werden Gasfedern zur Detailprüfung eingesandt, wird damit das Einverständnis zur Zerstörung dieses Teiles erteilt, das Eigentumsrecht erlischt damit. Eine Rücklieferung von Einzelkomponenten ist nicht möglich. Gegebenenfalls Einsendungen markieren mit z.B. "Für Funktionsprüfung und mit der Bitte um Rücksendung". Liegt kein Widerspruch vor, werden eingesandte Gasfedern 1 Woche nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses entsorgt.
Grundsätzlich gilt: Für unberechtigte Reklamationen behalten wir uns das Recht vor, eine Kostenpauschale oder die tatsächlichen Kosten für Bearbeitung und Entsorgung zu berechnen.

 

14.
Bansbach-Gasfedern werden – aus meist lagerhaltigen Bauteilen – auftragsbezogen gefertigt. Stornierung, nachträgliche Änderung, Umtausch oder Rückgabe ist daher nicht möglich.

 

15.
Bansbach-Gasfedern sind für höchste Anforderungen und größtmögliche Zuverlässigkeit konstruiert und getestet worden. Einbauempfehlungen und unsere umfangreiche Beratung unterstützen Sie bei der Auswahl Ihrer individuellen Gasfedern. Aber: Die Eignungsprüfung für den jeweiligen Anwendungsfall obliegt immer dem Anwender! Für den Anwendungsfall nicht geeignete und fehlerhafte Produkte dürfen nicht verwendet werden. Für Funktionalität und Lebensdauer Ihres Endproduktes schließen wir daher jegliche Haftung aus.

 

16.
Dämpfungseigenschaften können Schwingungen erzeugen die in der Anwendung einen Resonanzkörper finden und dabei Geräusche verursachen. Kleine Änderungen am Einbau, an den Befestigungen oder an der Abstimmung können Abhilfe schaffen.

 

17.
Innerhalb der dargestellten Bereiche können Sie Ihre optimale Abmessung selbst auswählen. Als Toleranz für die Einbaulängen gilt allgemein ± 2,5 mm, innerhalb einer Serienfertigung gilt eine Fertigungstoleranz von max. ± 1 mm. Bei hohen Ansprüchen an Haltbarkeit und Stabilität vermeiden Sie bitte die Kombination: Kleiner Durchmesser + langer Hub + hohe Kraft.